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Delegiertenversammlung 2019 - 600er Marke überschritten

Seewald / 22.03.2019 - Am Freitag, den 22.03.2019 fand in Seewald-Göttelfingen die diesjährige Delegiertenversammlung der Kreisjugendfeuerwehr Freudenstadt statt. Dies war die erste Versammlung unter der neuen Führung, die im vergangenen Jahr gewählt wurde.

Kreisjugendfeuerwehrwart Dirk Raible begrüßte die anwesenden Vertreter der sechszehn Jugendfeuerwehren im Kreis. Neben Ihnen konnte er auch zahlreiche Kommandanten und Abteilungskommandanten begrüßen, was Ihn besonders freute. Ebenso willkommen heißen konnte er Kreisbrandmeister Frank Jahraus, Kreisverbandsvorsitzenden Maik Zinser nebst Stellvertreter, den stellvertretenden Kreisjugendwart aus Calw Enis Savanaovic, Altersobmann Hans Dettling sowie Ehrenverbandsvorsitzenden Siegfried Beilharz. Von Seiten der Politik durfte Raible die Bürgermeister Gerhard Müller (Seewald), Ralf Zimmermann (Horb) sowie Klaas Klaassen (Schopfloch) begrüßen.

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In seinem Jahresbericht erläuterte Raible seine Tätigkeiten im vergangenen Jahr. Rund 40 Termine nahm er in seiner Funktion zusätzlich zum Einsatzdienst in der Feuerwehr wahr. Neben Dienstbesprechungen mit den Jugendwarten im Kreis, vertrat er die Kreisjugendfeuerwehr bei Versammlungen inner- und außerhalb des Landkreises. Er dankte den Gemeindevertretern sowie Landrat Dr. Rückert für die Unterstützung der Jugendfeuerwehren. Sein Dank ging auch an Kreisbrandmeister Frank Jahraus sowie an die Kommandanten und Abteilungskommandanten, die immer ein offenes Ohr für die Jugendfeuerwehren im Kreis haben. Eines der Ziele für 2019 ist es, einen Kreisjugendsprecher zu etablieren, der als Bindeglied zwischen den Jugendlichen und der Kreisjugendleitung fungiert.

Der stellvertretende Kreisjugendfeuerwehrwart Thomas Frietsch zeigte nach Raibles Bericht einige interessante Zahlen. In den letzten fünf Jahren sind die Mitgliederzahlen der Jugendfeuerwehren Jahr für Jahr gestiegen. So auch im vergangenen Jahr. Mit 605 Jugendlichen, davon 102 Mädchen, hat man zum Jahresende 2018 die seit langem angepeilte 600er-Marke überschritten. Für Ihn sagen die Zahlen klar aus, dass die Jugendfeuerwehren attraktiv sind und dem demographischen Wandel trotzen. Die wichtigste Zahl aus den ganzen Statistiken ist jedoch die 32: Das ist die Anzahl der Jugendlichen, die im Jahr 2018 von den Jugendfeuerwehren in die Einsatzabteilungen gewechselt haben.

Christopher Meyer, stellvertretender Kreisjugendfeuerwehrwart, ging in seinem Bericht auf das Thema Ausbildung ein. Es gelte nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität in den Jugendfeuerwehren stets voranzutreiben. So wird am 28. September für alle interessierten Betreuer ein Seminar zum Thema „Interessante Übungen gestalten“ von der Kreisjugendfeuerwehr angeboten.

Meyer stellte auch den Kassenbericht vor. Trotz zahlreicher Aktivitäten konnte die Kasse mit einem Überschuss geschlossen werden, welcher hauptsächlich durch intensives Bemühen um Zuschüsse zustande gekommen ist. Kassenprüfer Patrick Fischer bescheinigte einwandfreie Kassenführung.

Fachgebietsleiter „Lager & Fahrten“ Thomas Dölker ließ Bilder statt Worte sprechen. Ein Video ließ das Kreisjugendzeltlager mit rund 120 Teilnehmern in Baiersbronn-Zwickgabel Revue passieren. Er dankte dabei den Jugendlichen und Jugendbetreuern der Jugendfeuerwehr Baiersbronn für Ihr Engagement. Insbesondere bedankte er sich bei der Familie Züfle, die neben der Sponsorensuche auch das Thema Lebensmittelhygiene am Zeltlager betreuten.

Darüber hinaus berichtete Dölker über einen Ausflug der Kreisjugendleitung nach Berlin, der auf Einladung des parlamentarischen Staatssekretärs Hans-Joachim Fuchtel stattfand. An vier Tagen erlebten die Teilnehmer einiges über den Politikbetrieb in der Hauptstadt.

Den letzten Bericht des Abends trug Dennis Leibiger in seiner Funktion als Fachgebietsleiter „Wettbewerbe“ vor. Kreisweit legten 129 Jugendliche die Jugendflamme Stufe 1 und 45 Jugendliche die Jugendflamme der Stufe 2 ab. Am 18.05. findet in Horb erstmals ein Kreisentscheid zum BWBW-Cup statt. Die drei besten Gruppen dürfen anschließend den Kreis beim Landesentscheid in Herbolzheim vertreten. Die Abnahme der Leistungsspange ist mit dem 04.07.2020 ebenfalls fest terminiert.

Bürgermeister Gerhard Müller überbrachte stellvertretend für alle Bürgermeister die Grußworte. Die Bürgermeister im Kreis seien froh, dass es in allen Gemeinden Jugendfeuerwehren gibt. Die Berichte haben bei Ihm einen sehr positiven Eindruck hinterlassen, so dass er die Entlastung der Kreisjugendleitung vorschlug. Die Entlastung erfolgte einstimmig.

In den Grußworten des Kreisfeuerwehrverbands, sagte der Vorsitzende Maik: „Wir spüren das neue Feuer in der Kreisjugendfeuerwehr.“ Die Arbeit an der Basis sei eine besondere Herausforderung. Er sprach zudem die Aktion der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg zur Kommunalwahl 2019 „Wählen ab 16 – bestimme was passiert!“ an. Der Kreisfeuerwehrverband plant 2019 wieder einen Aktionstag „Feuerwehr in Bewegung“. Hier gibt es auch für die Jugendfeuerwehren attraktive Angebote, wie z. B. Bowling oder eine Kanutour auf dem Neckar.

Kreisbrandmeister Jahraus freute sich, dass so viele Kommandanten wie noch nie bei der Jugend-Delegiertenversammlung anwesend sind. Er überbrachte zudem die Grüße des Landratsamtes. Mit der Entscheidung der Kreisjugendleitung die Jugendleiterausbildung künftig außerhalb des Landkreises in der Jugendherberge Schluchsee abzuhalten, ist er mehr als zufrieden. Rückblickend auf das Zeltlager, das er selbst auch besuchte, dankte er nochmals den Gastronomiebetrieben aus Baiersbronn, die für eine „First-Class“ Versorgung gesorgt haben. Zum Schluss dankte er noch zu den Jugendlichen für ihr Engagement: „Wenn‘s euch nicht gibt, wird’s brenzlig.“

Nach den Grußworten stellte Isolde Eppler und Ihr Team von der Rettungshundestaffel des Malteser Hilfsdienstes ihre Arbeit vor. Die Rettungshundestaffel gibt es seit nunmehr 13 Jahren und wurde 2018 zu 30 Einsätzen inner- und außerhalb des Landkreises gerufen. 10 geprüfte Suchteams gibt es im Kreis. Sie erläuterte den Unterschied zwischen einem Flächensuchhund und einem Mantrailer. Der Rettungshundestaffel liegt sehr viel an der Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen und unterbreitete das Angebot einer gemeinsamen Übung mit den Jugendfeuerwehren. Zum Ende der Vorstellung zeigte einer der Hunde noch sein können und suchte in der Halle einen vermeintlich verunfallten Jugendlichen.

Als letzter großer Tagesordnungspunkt standen noch besondere Ehrungen an. Dirk Raible ehrte seinen Amtsvorgänger Peter Finkbeiner aus Pfalzgrafenweiler mit der silbernen Ehrennadel der Deutschen Jugendfeuerwehr. Er ist seit der Gründung der Jugendfeuerwehr Pfalzgrafenweiler im Jahre 2004 deren Jugendfeuerwehrwart. Ebenfalls gründete er die bisher erste und einzige Kinderfeuerwehrgruppe im Landkreis. Von 2015 bis 2018 war er Kreisjugendfeuerwehrwart.

Ebenfalls mit der silbernen Ehrennadel der Deutschen Jugendfeuerwehr wurde Thomas Dölker an diesem Abend geehrt. Er ist Jugendgruppenleiter in Wittlensweiler und seit 25 Jahren zudem stellvertretender Jugendfeuerwehrwart in Freudenstadt. Er begleitet zudem seit mehreren Jahren das Fachgebiet „Lager & Fahrten“ bei der Kreisjugendfeuerwehr und hat diesbezüglich an unzähligen Aus- und Weiterbildungen im Jugendbereich teilgenommen.

Am Ende der Delegiertenversammlung zeigte Raible nochmals einen Ausblick auf die kommenden Termine, bevor er die Delegierten auf ein Vesper einlud.

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Kreisbrandmeister Frank Jahraus, Peter Finkbeiner (Silberne Ehrennadel DJF), Kreisverbandsvorsitzender Maik Zinser, Thoams Dölker (Silberne Ehrennadel DJF), Kreisjugendwart Dirk Raible (v. l. n. r.)

Zeltlager begeistert Jugendfeuerwehren im Kreis

Baiersbronn / 15.-17.06.2018 - Am vergangenen Wochenende veranstaltete die Kreisjugendfeuerwehr Freudenstadt ihr erstes gemeinsames Zeltlager seit rund 15 Jahren. Rund 120 Kinder und Jugendliche aus den Jugendfeuerwehren Alpirsbach, Bad Rippoldsau-Schapbach, Baiersbronn, Freudenstadt, Horb, Schopfloch und Waldachtal bezogen mit ihren Betreuern von Freitag bis Sonntag ihr Quartier auf dem Waldjugendzeltplatz Hahnbrunnenwiese in Baiersbronn-Zwickgabel.

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Nachdem die Schlaf- und Gemeinschaftszelte aufgebaut waren, begrüßte Kreisjugendfeuerwehrwart Dirk Raible die Jugendlichen. Auch Bürgermeister Michael Ruf hieß den Feuerwehrnachwuchs in der Schwarzwaldgemeinde ebenso willkommen wie Kreisbrandmeister Frank Jahraus. Ebenfalls besuchten zahlreiche Kommandanten der teilnehmenden Jugendfeuerwehren sowie Ortsvorsteher Erwin Zepf den feierlichen Start. Mit dem Entzünden des Lagerfeuers durch die beiden jüngsten Teilnehmer war anschließend das Zeltlager offiziell eröffnet.

Für den ersten Abend bereiteten die Jugendlichen selbst diverse Beiträge für einen bunten Abend vor. Neben Spielen und Sketchen mussten sich die Jugendlichen im Limbo-Tanzen beweisen. Mit Einsetzen der Dunkelheit ging es dann zur rund vier Kilometer langen Nachtwanderung in Richtung Leimiß. Ziemlich geschafft vom ersten Tag kehrte auch schon bald Nachtruhe auf dem Zeltplatz ein.

Mit Sirenengeheul endete die kurze Nacht. Standesgemäß wurde der Wehrnachwuchs zum Frühstück alarmiert. Dank der großartigen Unterstützung vieler ortsansässiger Gastronomen und Lebensmittelhändler, waren nicht nur das Frühstück, sondern alle Mahlzeiten während des Zeltlagers lecker und üppig. Gestärkt wurde wieder die Gegend erkundet. Während einer längeren Wanderung, der sogenannten Lagerolympiade, mussten die Kleingruppen verschiedene Aufgaben an Stationen, die entlang der Stecke verteilt waren, in Teamarbeit lösen. Beispielsweise musste ein Turm aus Getränkekisten gebaut werden ohne diese mit den Händen zu berühren. Der Nachmittag stand den meisten Jugendlichen zur freien Verfügung und viele vergnügten sich mit Federball, Tischtennis oder Fußball. Für einen Teil der Jugendlichen stand der Samstagnachmittag jedoch im Zeichen einer Prüfung: sie stellten sich der Abnahme der Jugendflamme Stufe 2 (s. extra Artikel).

Nach dem Abendessen und der Verleihung der Jugendflammen waren die Jugendlichen ganz gespannt auf die Siegerehrung der Lagerolympiade. Der stellvertretende Kreisjugendfeuerwehrwart Thomas Frietsch sowie der Fachgebietsleiter Lager und Fahrt Thomas Dölker überreichten die Preise und Pokale. Von den 17 teilnehmenden Kleingruppen setzte sich die Gruppe Baiersbronn 4 durch.

Zum Abschluss des Tages war nochmals Freizeit angesagt. Viele nutzten die Möglichkeit des Open-Air-Kinos mit Popcorn oder „chillten“ einfach nur am Lagerfeuer mit neu gefundenen Freunden.

Alle Hände voll zu tun gab es am letzten Tag, der nach dem Frühstück nur aus einem Programmpunkt bestand: Aufräumen des Zeltplatzes. Hand in Hand getreu dem Feuerwehrleitspruch: „Einer für alle – alle für einen“ zeigte auch der Nachwuchs, dass sie sich auch über Orts- und Gemeindegrenzen hinweg gegenseitig unterstützen, so dass der Abbau in Rekordzeit über die Bühne ging.

Zum Abschluss bedankte sich Dirk Raible bei der Jugendfeuerwehr Baiersbronn als gastgebende Wehr, und insbesondere bei Andreas Züfle, der die Verpflegung organisiert hatte.

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Jugendliche und Betreuer des Kreisjugendzeltlagers 2018

Jugendflamme Stufe II erfolgreich bestanden

Baiersbronn / 16.06.2018 - Im Zuge des Kreisjugendzeltlagers, das vom 15.-17. Juni in Baiersbronn-Zwickgabel stattfand, wurde auch die Jugendflamme der Stufe II von den Wertungsrichtern abgenommen.

Die Jugendflamme der Stufe II darf im Gegensatz zur ersten Stufe nur auf Kreisebene abgenommen werden, so dass sich das Zeltlager hierfür anbot. Betreuer der Jugendfeuerwehr Horb hatten sich dafür bereit erklärt die Abnahme vorzubereiten und durchzuführen.

Jeweils in Zweiertrupps mussten sich die Jugendlichen diversen Disziplinen stellen. So war es beispielsweise notwendig sich mit der Beladung eines Löschgruppenfahrzeugs auszukennen und dieses richtig an der Einsatzstelle abzusichern.

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Darüber hinaus mussten die Jugendlichen zeigen, dass sie den sicheren Umgang mit dem Standrohr und mit Kupplungsschlüsseln beherrschen. Nicht nur feuerwehrtechnisches Können und Wissen war verlangt. Der Prüfungsteil „Sport und Spiel“ wurde durch die Teilnahme an der Lagerolympiade absolviert.

Dennis Leibiger, als Fachgebietsleiter Wettbewerbe in der Kreisjugendfeuerwehr Freudenstadt Zuständiger für die Abnahme, freute sich nach der Auswertung mitteilen zu können, dass alle Teilnehmer die Jugendflamme der Stufe II bestanden haben. Diese wurden feierlich durch Kreisbrandmeister Frank Jahraus und Kreisjugendfeuerwehrwart Dirk Raible an die Jugendlichen überreicht. Teilgenommen haben drei Jugendliche der Jugendfeuerwehr Alpirsbach, acht Teilnehmer aus Freudenstadt und 18 aus der Jugendfeuerwehr Baiersbronn.

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Die Teilnehmer der Jugendflamme II nach Übergabe der Abzeichen.

Fit für Jugenddienst

Empfingen / 13.-15.04.2018 + 27.-29.04.2018 - Aus nahezu allen Feuerwehren im Landkreis Freudenstadt besuchten 18 Mitglieder an zwei Wochenenden die Ausbildung zum Jugendgruppenleiter. Die Feuerwehr Empfingen stellte dafür ihr Gerätehaus zur Verfügung, das nachts auch als Schlafquartier diente.

Die beiden Ausbilder Rolf Wagner und Ralf Stengle aus dem Landkreis Rastatt leiteten den Lehrgang, der immer wieder mit Kooperationsspielen und Gruppenarbeiten aufgelockert wurde. Die Lehrgangsteilnehmer wurden in den Unterrichtseinheiten fit gemacht für den Umgang mit den Jugendlichen in den Jugendfeuerwehren.

Welche rechtlichen Regelungen sind zu beachten? Wie kommuniziert man als Jugendleiter richtig mit den Jugendlichen? Wie bereitet man einen Jugenddienst vor? Dies waren Fragenstellungen, die während der Ausbildung an praxisnahen Beispielen ausgearbeitet und beantwortet wurden. 

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Neben dem eigentlichen Unterricht war der Lehrgang so konzipiert, dass es auch viel Freizeit gab, damit die frischgebackenen Jugendgruppenleiter miteinander ins Gespräch kommen konnten. Bis tief in die Nacht wurden Ideen untereinander ausgetauscht. Von den Teilnehmern wurde der Lehrgang durchweg positiv bewertet.

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Die Lehrgangteilnehmer bei dem Kooperationsspiel: „Der stumme Schäfer und die blinden Schafe“

Chefwechsel hier aus Altersgründen

Waldachtal / 23.03.2018 - Die Delegierten der Kreisjugendfeuerwehr wählten Dirk Raible an die Spitze.

Er ist der Nachfolger von Peter Finkbeiner. Dieser konnte in den Räumen der Unternehmensgruppe Fischer neben den 63 Delegierten auch einige Kommandanten, die Bürgermeister aus Horb und Freudenstadt sowie den Landesjugendleiter Thomas Häfele und Kreisbrandmeister Frank Jahraus begrüßen.

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Im Jahresbericht war die Rede von acht Sitzungen, die sich häufiger um die Leistungsspange drehten. Der Termin dafür war am 1. Juli in Baiersbronn, zwölf Gruppen nahmen teil. Gefordert waren vier Disziplinen: Kugelstoßen, 1500 Meter-Lauf, Löschangriff und Allgemeinwissen. Sämtliche Teilnehmer bestanden. Er sparte allerdings auch nicht mit Kritik, Kommandanten glänzten nämlich an jenem Tag durch Abwesenheit.

Dank entsprechen der Schulungen verfügt die Feuerwehr zwischenzeitlich über mehr als 250 Ausbilder in ihren Reihen für derzeit 488 Jungs und 88 Mädchen. 53 Jugendliche sind aus unterschiedlichen Gründen wieder aus der Feuerwehr ausgetreten.

Schön, nannte es Finkbeiner, wenn man längerfristig und unter neuer Führung die Marke von 600 überschreiten könnte. Immerhin 35 Nachwuchskräfte konnten an die Hauptabteilungen übergeben werden. Für das Amt des Vorsitzenden der Kreisjugendfeuerwehr stehe er, Finkbeiner, aus Altersgründen nicht mehr zur Verfügung.

Sven Delitzsch, der Leiter der Fischer-Werksfeuerwehr (27 Feuerwehrleute), berichtete von bereits 9 Einsätzen im laufenden Jahr. Trotz aller Veränderungen im Unternehmen sei das Thema Brandschutz und die vor 50 Jahren gegründete Werkfeuerwehr Konstanten. Dank der Unterstützung durch den Arbeitgeber verfüge die Werksfeuerwehr über eine sehr gute und aktuelle Ausstattung.
Auch Weiterbildungen könne man jederzeit besuchen. Die Firma sei
als „ehrenamtsfreundlicher Arbeitgeber im Bevölkerungsschutz“ auszeichnet worden.

Der bisher stellvertretende und dann neu gewählte Kreisjugendwart Dirk Raible warb um Vertrauen in seine Person. Er verkündete mit Stolz, dass man die vor drei Jahren gesetzten Ziele „Steigerung der Mitgliederzahlen“, „Schaffung von Anreizen durch Veränderung der Aufnahmekriterien“ sowie „Förderung der Kameradschaft" erreicht habe. Zuwächse seien auf das Absenken des Eintrittsalters auf 8 Jahre und die hervorragende Jugendarbeit zurück zu führen. Auch der Anteil der Mädchen habe sich leicht erhöht. Beim Ausblick informierte Raible über das für Juni geplante Zeltlager in Baiersbronn, bei dem mit rund 300 Teilnehmern gerechnet wird. Laut Fachwart Dennis Leibiger soll dort auch die Jugendflamme 2 abgenommen werden. „Schön, wenn jede Jugendfeuerwehr eine Gruppe stellt.“

[…] In seinem Grußwort lobte Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel die Bereitschaft der jungen Leute, sich ehrenamtlich zu engagieren und dabei nicht nur „nach sich, sondern auch nach anderen zu schauen“. Begrüßenswert sei, wenn sich der Anteil der Mädchen noch erhöhen ließe und auch junge Menschen mit Migrationshintergrund verstärkt angesprochen werden. Eine gute Nachwuchssituation sei unbadingbar für die Zukunft. Spontan, lud er das neue Führungsteam zu einem mehrtägigen Berlinbesuch ein.

Quelle: Neckar Chronik / Monika Schwarz

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v. l. n. r: Bürgermeisterin Dr. Stephanie Hentschel, Sven Grosse, Maik Zinser, Thomas Frietsch, Frank Jahraus, Dirk Raible, Christopher Meyer, Elmar Macht, Peter Finkbeiner, Bürgermeister Ralph Zimmermann / Foto: Feuerwehr Horb

Wertevermittlung bei der Jugendfeuerwehr

Waldachtal / 23.03.2018 - Grußredner würdigten die Arbeit
der Jugendfeuerwehren im Kreis.

Die relativ stabilen Mitgliederzahlen von derzeit 576 Jugendlichen dürften nicht darüber hinwegtäuschen, dass es im Jahr 2008 noch 657 Jugendliche in den Kreiswehren waren, sagte Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzender Maik Zinser. Feuerwehren vermittelten jungen Menschen wichtige Dinge wie Teamfähigkeit, soziale Kompetenz und auch technisches Verständnis. Allesamt Eigenschaften, die sich auch beim Einstieg ins Berufsleben bezahlt machten. „Der Nachweis einer Leistungsspange wird in einer Bewerbung positiv wahrgenommen“, bemerkte Zinser.

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In dem Zusammenhang erwähnte er auch die Traditionsnadel der Jugendfeuerwehr in Baden-Württemberg, die beim offiziellen Übertritt von der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung überreicht wird (wenn man zuvor mindestens 2 Jahre Mitglied war). Dies diene auch der Motivation.

Zinser warb für den Landesfeuerwehrtag 2018 in Heidelberg (14. bis 22. Juli), wo auch ein Feuerwehr-Duathlon erstmals für Kinder und Jugendliche stattfindet.

Landesjugendleiter Thomas Häfele erinnerte daran, dass die Jugendfeuerwehr ursprünglich allein der Nachwuchssicherung gedient hat, dass es heute dabei aber auch um Wertevermittlung geht. Wolle man Werte wie die Rechtsstaatlichkeit, die Pressefreiheit, die Meinungs- und Religionsfreiheit erhalten, müsse rnan dafür auch etwas tun. Jugendarbeit trage wesentlich dazu bei.

Einer, der seit Jahren für diese Werte einstehe und bereits 1984 in
die damalige Jugendfeuerwehr der Abteilung Horb eintrat, sei Thomas Danninger. Dafür gab es am Freitag die Ehrennadel der Deutschen Jugendfeuerwehr in Silber. Danninger wechselte 1988 in die Einsatzabteilung und arbeitete dort als Jugendbetreuer, bevor er 1997 zum Stellverteter und 2002 zum Stadtjugendfeuerwehrwart der Stadt Horb gewählt wurde. Seit 2010 hat er die Gesamtverantwortung für die Jugendfeuerwehr Horb mit 160 Jugendlichen, 70 Betreuern und 14 Abteilungen übernommen. „Das kann man fast mit einem kleinen Unternehmen vergleichen“, betonte Häfele.

Nach weiteren Grußworten gratulierte Kreisbrandmeister Frank Jahraus dem neuen Vorstandsteam und wünschte „eine gute, aber auch eine friedliche Hand“ bei der Tätigkeit. Er erinnerte dabei auch an die Vorbildfunktion der Führungskräfte.

Quelle: Neckar Chronik / Monika Schwarz.

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Landesjugendleiter Thomas Hälfe (l.) und der Geehrte Thomas Danninger (r.) / Foto: Feuerwehr Horb

Gruppen in sechs Einzeldisziplinen geprüft

01.07.2017 / Baiersbronn - Bereits seit über einem Jahr arbeitete die Kreisjugendfeuerwehr Freudenstadt auf das Ziel hin, nach etlichen Jahren Pause wieder die Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr innerhalb des Kreises abzunehmen. Vorbereitend fanden eine Betreuer- und eine Schiedsrichterschulung statt. Seit Ende April trainierten die Jugendlichen mehrmals wöchentlich für das Abzeichen.

Nun war der große Tag für elf Jugendfeuerwehrgruppen sowie eine Gastgruppe aus Donaueschingen gekommen. Auf der Sportanlage in Baiersbronn mussten die rund 100 Jugendlichen sich der Prüfung stellen, die aus sechs Einzeldisziplinen besteht.

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Doch bevor es so weit war begrüßte Baiersbronns Bürgermeister Michael Ruf die Jungen und Mädchen aus fast allen Jugendfeuerwehren des Landkreises und dankte ihnen für ihren Einsatz. Ebenfalls begrüßten Kreisjugendfeuerwehrwart Peter Finkbeiner und Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzender Maik Zinser die Jugendlichen.

Nach dem Staffellauf zum Kugelstoßen

Die Oberschiedsrichter Udo Schäfer (Brigachtal) und Sebastian Waidmann (Karlsruhe) erklärten den Jugendlichen und ihren Betreuern vor dem Start den Ablauf der Veranstaltung. Geprüft wurden die Jugendlichen jeweils in Gruppen von neun Personen in drei feuerwehrtechnischen und zwei sportlichen Prüfungen. Als sechste Wertung gilt das Auftreten der Gruppe. Die Jugendlichen müssen immer geschlossen als Gruppe diszipliniert auftreten und auf die Anweisungen ihres Gruppenführers hören.

Ausdauer müssen die Gruppen beim Staffellauf beweisen. 1500 Meter sind in weniger als 4:10 Minuten zu absolvieren, wobei die individuellen Strecken unter den neun Läufern frei eingeteilt werden können – getreu dem Feuerwehrleitspruch: "Einer für alle und alle für einen." Denn nur dadurch, dass sportlichere Teilnehmer den nicht so laufstarken Jugendlichen ein paar Meter abnehmen, ist die Zeit zu schaffen.

Die zweite sportliche Disziplin ist Kugelstoßen. Durchschnittlich 6,1 Meter mit der Vier-Kilogramm-Kugel muss jeder Jugendliche stoßen, damit die Gruppe diese Teilprüfung besteht. Auch hier zählt nur die Gruppenleistung. Einige Betreuer waren von den sportlichen Leistungen ihrer Schützlinge überrascht. Denn viele Trainingsbestwerte wurden an diesem Tag getoppt.

Löschangriff als Finale

Bei den feuerwehrtechnischen Aufgaben ist die Schnelligkeitsübung wohl die "Zitterdisziplin" schlechthin. Hier zeigt sich, ob die Gruppe perfekt aufeinander abgestimmt ist. Jeder kleine Ausrutscher kostet wertvolle Zeit. Innerhalb von 75 Sekunden muss eine Schlauchleitung, bestehend aus acht C-Rollschläuchen, der Länge nach verlegt werden. Alle Gruppenmitglieder starten von einer Linie und müssen das Ziel überquert haben, bevor die Stoppuhr angehalten wird. Die besondere Schwierigkeit liegt darin, dass der Schlauch auf der gesamten Länge keine Drehung aufweisen darf und flach auf dem Boden liegen muss. Damit die Teilnehmer für die Königsdisziplin wieder zu Kräften kommen, folgt ein Theorieteil, bei dem neben Feuerwehrwissen auch Allgemeinbildung, Politik und Zeitgeschehen abgefragt wird. Beim Finale muss die Gruppe unter der Beobachtung durch fünf Schiedsrichter einen Löschangriff nach Feuerwehrdienstvorschrift aus offenem Gewässer vornehmen.

Die Schiedsrichter haben hierbei einen mehrseitigen Katalog mit Fehlern, die möglichst nicht passieren dürfen. So ist es umso wichtiger, dass jeder Handgriff sitzt und jeder Befehl laut und deutlich gegeben wird.

Die feierliche Übergabe der Leistungsspange wurde wetterbedingt ins Gerätehaus Baiersbronn verlegt, wo die Abnahmeberechtigten den Jungen und Mädchen mitteilten, dass alle teilgenommenen Mannschaften die Prüfung bestanden haben.

Die Gruppenführer erhielten stellvertretend für ihre Gruppe die Anstecknadeln, die sie nun an ihrer Uniform tragen dürfen. Besonders würdigte Kreisbrandmeister Frank Jahraus zehn Jugendliche und erklärte sie zu den Siegern des Tages.

Diese Jugendlichen stellten sich mit ihrer Mannschaft den schwierigen Aufgaben mit der Gewissheit, dass sie die Leistungsspange nicht erreichen werden, da sie das Mindestalter von 15 Jahren noch nicht erreicht haben. Dieser Einsatz wurde mit anhaltendem Applaus gewürdigt.

Kreisjugendwart Peter Finkbeiner dankte Thomas Frietsch und seinem Team von der Jugendfeuerwehr Baiersbronn für die Vorbereitung der Veranstaltung.

Text: Thomas Frietsch
Überarbeitung: Schwarzwälder Bote 04.07.2017

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Antreten der Jugendlichen vor Beginn der Abnahme.
Unter Beobachtung der Schiedsrichter erteilt der Gruppenführer seinem Wassertrupp einen Befehl.
Auch sportliche Disziplinen müssen absolviert werden: Hier der 1500m-Staffellauf.

Delegiertenversammlung der Kreisjugendfeuerwehr

24.03.2017 / Eutingen-Göttelfingen - Volles Haus herrschte am vergangenen Freitag in der Korntalhalle in Eutingen Göttelfingen bei der Delegiertenversammlung der Kreisjugendfeuerwehr Freudenstadt. Kreisjugendfeuerwehrwart Peter Finkbeiner konnte bei seiner Begrüßung feststellen, dass alle 65 Delegierten anwesend waren. Neben den Jugendlichen und Ihren Betreuern könnte Finkbeiner auch einige Kommandanten und Abteiteilungskommanden und weitere hochrangige Funktionsträger sowie Vertreter aus der Politik begrüßen.

Mit 574 Jugendlichen, davon 85 Mädchen, konnte ein leichter Mitgliederzuwachs im Jahr 2016 verzeichnet werden. Wie wichtig die Jugendfeuerwehr für den Nachwuchs der Einsatzabteilungen ist, sieht man auch daran, dass im vergangenen Jahr 32 Jugendliche zu „den Großen“ übernommen werden konnten. Enttäuscht zeigte sich Finkbeiner über die geringe Resonanz beim Aktionstag in Naturbad in Glatten sowie bei der anstehenden Leistungsspange.

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In seinem Tätigkeitsbericht zählte der stellvertretende Kreisjugendfeuerwehrwart Dirk Raible eine Reihe Termine auf, die er bzw. die Führungsmannschaft zusätzlich zum normalen Feuerwehrdienst betritt. Schwerpunkte im Jahr 2016 waren die beiden Seminare „Tipps und Tricks für die Leistungsspange“ in Waldachtal sowie „Mitglieder werben und binden“ in Baiersbronn. Zu dem letzten Seminar richtete sich Raible direkt an die anwesenden Kommandanten. Oft fallen Jugendlichen beim Wechsel von Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung in ein Loch, das es z. B. mit einem Patenmodell gilt zu füllen.

An die kommunalen Vertreter gerichtet, erinnerte er, dass die Feuerwehr eine Pflichtaufgabe der Gemeinde sei und daher auch Mitgliederwerbung nicht nur von den Feuerwehren, sondern auch von der Gemeindeverwaltung ausgehen muss. Diese könnte z. B. durch einen ermäßigten Eintritt ins örtliche Schwimmbad erfolgen.

Thomas Frietsch stellte anschließend in seiner Funktion als Schriftführer die neu erstellte Homepage vor (kjf-fds.de), die seit Januar online ist. Sie ist Informationsplattform für die Jugendwarte und auch ein zentrales Portal für alle Interessierte an der Jugendfeuerwehr im ganzen Kreis.

Der Fachgebietsleiter Lager und Fahrt, Thomas Dölker, berichtete von dem Aktionstag der Kreisjugendfeuerwehr im Naturfreibad Glatten, zu dem bei freiem Eintritt einiges für die Jungen und Mädchen geboten wurde. Leider waren nur rund 90 Jugendlichen von geplanten 250 da. Das nächste große Event ist 2018 das erste gemeinsame Kreisjugendzeltlager.

Von der Kasse positives zu berichten hatte Sven Grosse, dem von den Kassenprüfern eine einwandfreie Kassenführung bescheinigt wurde.

Eutingens Bürgermeister Armin Jöche nahm die Entlastung der Kreisjugendfeuerwehr vor, welche einstimmig erteilt wurde.

Der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Maik Zinser freute sich, dass die Arbeit der Kreisjugendfeuerwehr eine positive Einwicklung nimmt. Er legte den Jugendlichen nah ständig dabei zu bleiben, denn die Jugendfeuerwehr ist nicht nur wichtig für den Erhalt der Einsatzabteilungen, sondern bringe auch durchaus positive Auswirkungen für Schule und Ausbildung durch die Vermittlung von Fähigkeiten wie Teamarbeit und technischem Verständnis. „Die Jugendfeuerwehr ist cool, auch wenn es brenzlig wird“, so Zinser.

„Es gibt keine schönere Kameradschaft als die in der Jugendfeuerwehr“, so Enis Savanovic, stellvertretender Kreisjugendfeuerwehrwart des Kreises Calw. Aus Erfahrung heraus weiß er, dass manche Veranstaltungen Zeit brauchen sich zu etablieren, daher solle sich die Kreisjugendleitung nicht entmutigen lassen, wenn die Resonanz erstmals hinter den Erwartungen ist.

In die gleiche Richtung gingen auch die Grußworte des Kreisbrandmeisters Frank Jahraus. Die Jugendfeuerwehren im Kreis entwickeln sich und man müsse das positive sehen, und nicht enttäuscht sein: Die Kreisjugendfeuerwehr bewegt sich vorwärts!

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Kreisjugendfeuerwehr startet ins neue Jahr

27.01.2017 / Reinerzau - Mit dem Startschuss in das Jahr 2017 beginnt für die Kreisjugendfeuerwehr Freudenstadt ein arbeitsintensives Jahr. Mit der diesjährigen Abnahme der Leistungsspange, dem höchsten Abzeichen für Jugendfeuerwehrangehörige, hat man sich viel vorgenommen.

Daher ließ es sich die Kreisjugendleitung nicht nehmen zum Jahresauftakt die Jugendfeuerwehrwarte der Feuerwehren im Landkreis Freudenstadt zu einer Jahresauftaktveranstaltung einzuladen um die Kameradschaft zu stärken. Auf Initiative des Feuerwehrverbandsvorsitzenden Maik Zinser begann die Veranstaltung mit einer Führung durch die Wasserversorgung „Kleine Kinzig“ in Reinerzau. Nach einer eindrucksvollen Videopräsentation über die Aufgaben und das Einzugsgebiet der Wasserversorgung führte Zinser die Jugendwarte, in seiner Doppelfunktion als Geschäftsführer des Zweckverbands, durch einen unterirdischen Tunnel in den rund 70 Meter hohen Entnahmeturm, der von allen zu Fuß erklommen wurde.

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Erschöpft oben angekommen erzählte Zinser den Teilnehmern einige Anekdoten rund um die Talsperre, ehe er Sie anschließend in das Maschinenhaus führte, und dort die Aufgabe der Filter und Pumpen erklärte.

Nach diesem sehr interessanten Ausflug folgte der kameradschaftliche Teil mit gutem Essen und einer Kegelpartie im Gasthof Steinwald.

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Die Jugendwarte im Jugendfeuerwehren im Kreis Freudenstadt in der Talsperre

Mitgliedergewinnung als Ziel

22.10.2016 / Baiersbronn - Am vergangenen Samstag trafen sich 25 Jugendleiter aus den Jugendfeuerwehren des Landkreises Freudenstadt in Baiersbronn zu einem Seminar mit dem Thema „Mitglieder werben und binden“. Durch das Seminar führte Frau Heike Lücke, die bei der Stadt Böblingen in der Fachstelle für bürgerschaftliches Engagement arbeitet.

Jeder Teilnehmer musste zu Beginn einmal in sich gehen und für sich die Fragen beantworten: „Warum bin in die Feuerwehr eingetreten?“ und „Mit wie vielen Jahren bin ich in die Feuerwehr gekommen?“. Daraus erarbeiten die Betreuerinnen und Betreuer unschlagbare Argumente für die Jugendfeuerwehr heraus.

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Neben den obligatorischen „großen roten Autos“ zeigte sich, dass die Jugendfeuerwehr noch mehr Einzigartiges zu bieten hat. So ist die Mitgliedschaft bei der Jugendfeuerwehr kostenlos und setzt keine besonderen Voraussetzungen an die Interessierten. Es ist beispielsweise nicht nötig besonders sportlich oder musikalisch zu sein. Zudem zeigt sich immer wieder, dass das Engagement in der Jugendfeuerwehr bei der Ausbildungsplatzsuche entscheidende Pluspunkte bringt.

Doch wie um die Mitglieder werben, die im Jugendfeuerwehralter meist schon in anderen Vereinen aktiv sind? In Kleingruppen übten die Seminarteilnehmer Werbegespräche zu führen um Kinder und Eltern von dem Thema Feuerwehr zu überzeugen.

Allen Teilnehmern war klar: Die Jugendfeuerwehr muss dort präsent sein, wo potenzielle Mitglieder sind. So könnten Übungen beispielsweise gezielt in Neubaugebieten stattfinden. Auch Schulen und soziale Medien können zur Mitgliedergewinnung herangezogen werden.

In dem Seminar ging es jedoch nicht nur um die Gewinnung neuer Mitglieder, sondern auch um die Bindung bereits vorhandener Mitglieder.

So fallen manche Jugendlichen zwischen 15 und 17 Jahren in ein Motivationstief. Der Übergang in die Einsatzabteilung schreckt zudem viele Jugendliche ab. Auch veränderte gesellschaftliche Bedingungen, wie beispielsweise die Einführung von G8, sorgen immer wieder für Austritte aus der Jugendfeuerwehr. Wie kann aktiv dagegen angehen? In Kleingruppen wurden Lösungen für diese Probleme ausgearbeitet und präsentiert.

In der abschließenden Feedbackrunde gaben die Teilnehmer durchweg ein positives Echo der Veranstaltung. Gerade durch den Austausch so vieler Betreuer unterschiedlicher Wehren konnten neue Ideen, nicht nur für die Mitgliederwerbung, sondern auch für die Probengestaltung ausgetauscht werden.

Bevor Jugendleiter sich auf den Heimweg machten, dankte der stellvertretende Kreisjugendfeuerwehrwart Dirk Raible Frau Lück für das gelungene Seminar mit einem Blumenstrauß, sowie der Jugendfeuerwehr Baiersbronn für die Bewirtung und Organisation.

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Unschlagbare Argumente für die Jugendfeuerwehr

Mitgliederzuwachs bei der Jugendfeuerwehr

18.03.2016 / Schopfloch - Erfreuliches hatte der Kreisjugendfeuerwehrwart Peter Finkbeiner bei der diesjährigen Delegiertenversammlung am vergangenen Freitag in Schopfloch zu berichten. Vor einem Jahr war er gemeinsam mit seinen Stellvertretern Dirk Raible und Elmar Macht von den Jugendlichen gewählt worden. Innerhalb dieses Jahres nahm die Anzahl der Jugendlichen im Feuerwehrdienst um 34 zu, so dass momentan 567 Mädchen und Jungen im Kreis Freudenstadt in der Jugendfeuerwehr aktiv sind.

Neben den 56 Delegierten aus allen Jugendgruppen des Kreises konnte Finkbeiner unter anderem den Kreisfeuerwehrverbandvorsitzenden Maik Zinser, Kreisbrandmeister Frank Jahraus, den Ehrenverbandvorsitzenden Siegfried Beilharz sowie Hausherr Bürgermeister Klaas Klaassen begrüßen. Letzterer überbrachte die Grußworte alle Bürgermeister und des Landrates an die Jugendlichen. Die rund 150 Betreuer im Kreis leisten einen wichtigen Beitrag für die Nachwuchsgewinnung der Organisation, der die Bevölkerung - laut einer Umfrage - das größte Vertrauen entgegenbringt.

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Neben den 56 Delegierten aus allen Jugendgruppen des Kreises konnte Finkbeiner unter anderem den Kreisfeuerwehrverbandvorsitzenden Maik Zinser, Kreisbrandmeister Frank Jahraus, den Ehrenverbandvorsitzenden Siegfried Beilharz sowie Hausherr Bürgermeister Klaas Klaassen begrüßen. Letzterer überbrachte die Grußworte alle Bürgermeister und des Landrates an die Jugendlichen. Die rund 150 Betreuer im Kreis leisten einen wichtigen Beitrag für die Nachwuchsgewinnung der Organisation, der die Bevölkerung - laut einer Umfrage - das größte Vertrauen entgegenbringt.

Thomas Dölker brachte den Bericht des Schriftführers und des Fachgebietsleiters Lager und Fahrt dar. Je vier Jugendwartdienstbesprechungen und Ausschusssitzungen fanden im letzten Jahr statt in denen die Weichen für die Jugendarbeit gestellt wurden. Die größte Aktion im Kreis des Jahres 2015 war die Sternwanderung in Schapbach, an der rund 150 Jugendliche mit ihren Betreuern teilnahmen. Hier galt es entlang einer rund fünf Kilometer langen Wegstrecke verschiedene Aufgaben zu lösen.

Der stellvertretenden Kreisjugendfeuerwehrwart Dirk Raible legte in seinem Tätigkeitsbericht die Ziele der Kreisjugendleitung des vergangenen Jahres dar. Hauptaugenmerk war hierbei die verstärkte Präsenz der Kreisjugendführung bei den Jugendfeuerwehren vor Ort. Dies wurde auch durch verschiedene Besuche bei diversen Übungen und Veranstaltungen erreicht. Aber auch digital stehe man mit Rat und Tat den Jugendwarten in den Wehren zur Seite. Raible unterlegte dies auch mit Zahlen. Alleine im vergangen Jahr gingen nahezu 700 E-Mails bei der Jugendleitung ein, die auch beantwortet werden mussten.

Nach dem Kassenbericht von Sven Grosse nahm der Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzende Maik Zinser die Entlastung der Kreisjugendleitung vor. Diese wurde von den jugendlichen Delegierten einstimmig erteilt.

Für den bisherigen Schriftführer Julian Lauser musste außerordentlich ein Nachfolger gewählt werden, da er aus beruflichen Gründen nicht mehr sein Amt ausführen kann. Thomas Frietsch von der Feuerwehr Baiersbronn erklärte sich bereit dies zu tun und wurde einstimmig gewählt.

Zinser dankte anschließend allen Jugendlichen, die sich zu den Idealen der Feuerwehr bekennen. Anhand der Zahlen kann man auch sehen, dass die Jugendfeuerwehr, trotz aller anderen Angebote, weiterhin beliebt ist. Dies sei zunehmend auch bei den Mädchen der Fall, die derzeit 72 Mitglieder stellen. Die Wichtigkeit der Jugendfeuerwehr als Nachwuchsgewinner für die Einsatzabteilungen hob Zinser besonders hervor. Nur selten finden Quereinsteiger den Weg zur Feuerwehr. Alleine 2015 konnten die Jugendfeuerwehren 34 Mitglieder an die Einsatzabteilungen übergeben.

Zum Schluss seiner Grußworte machte der Vorsitzende Werbung für den Feuerwehr-Duathlon in Nussloch und den Kreisaktionstag in Baiersbronn, bei denen auch für die Jugendfeuerwehren sportliche Angebote bereitstehen.

Kreisbrandmeister Frank Jahraus dankte insbesondere den Jugendleitern, dass Sie die Verantwortung für die Kinder und Jugendlichen sowie die zusätzliche Arbeit auf sich nehmen. Aus feuerwehrtechnischer Sicht liege ihm besonders die Abnahme der Leistungsspange am Herzen und wünscht sich, dass diese sich im Kreis etablierten wird. Jahraus betonte abschließend, dass die Jugendfeuerwehr nicht nur reine Nachwuchsgewinnung ist, sondern vielen Jugendlichen heutzutage einen sozialen Rahmen bietet.

Die Versammlung schloss mit einer kurzweiligen Multimediapräsentation über das vergangene Jahr und gab einen Ausblick auf die kommenden Aktionen, allen voran ein Aktionstag im Naturbad Glatten am 16. Juli sowie das geplante Kreisjugendzeltlager mit Abnahme der Leistungsspange im Jahr 2017.

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Jugendleiter bilden sich fort

27.02.2016 / Waldachtal - Die Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr ist die höchste Auszeichnung, die ein Angehöriger einer Jugendfeuerwehr erreichen kann. Bevor sich ein Jugendlicher diese Spange an seine Uniform anstecken darf, muss er gemeinsam in der Gruppe einem Team aus Schiedsrichtern sein Können unter Beweis stellen.

Schon seit einigen Jahren fand im Landkreis Freudenstadt keine Abnahme der Leistungsspange mehr statt. Einzelne Jugendfeuerwehren aus dem Kreisgebiet, welche sie erwerben wollten, mussten teilweise lange Fahrstrecken auf sich nehmen. Dies war Grund genug für die Kreisjugendleitung das Projekt „Abnahme der Leistungsspange im Kreis Freudenstadt“ in die Wege zu leiten. Als erster Baustein fand am Samstag, den 27. Februar im Gerätehaus Waldachtal ein ganztägiges Seminar mit dem Titel: „Tipps und Tricks für die Leistungsspange“ für die interessierten Jugendbetreuer statt.

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Dass der Wunsch für eine eigene Abnahme im Kreis groß ist sah man daran, dass 22 Teilnehmer aus fast allen Jugendfeuerwehren das Seminarangebot angenommen haben. Der stellvertretende Kreisjugendfeuerwehrwart Dirk Raible begrüßte den Referenten Udo Schäfer von der Feuerwehr Brigachtal, seins Zeichens Fachgebietsleiter Wettbewerbe im Schwarzwald-Baar-Kreis und einer von 24 Abnahmeberechtigten für die Leistungsspange in Baden-Württemberg.

Ebenfalls begrüßte Kreisbrandmeister Frank Jahraus den Referenten sowie die Teilnehmer. Er betonte, dass die Leistungsspange ein wesentlicher Beitrag für die Ausbildung in der Feuerwehr sei. Er dankte zudem den Jugendbetreuern für ihre Bereitschaft die Doppelbelastung Jugendarbeit und Einsatzdienst auf sich zu nehmen.

In einem theoretischen Teil erläuterte Schäfer die Ziele, die mit der Leistungsspange verfolgt werden: Persönliche Haltung, geschlossenes Auftreten, Schnelligkeit und Ausdauer, Körpergewandtheit sowie feuerwehrtechnisches Wissen und Können. Diese Ziele sollen an dem Wettbewerb durch einzelne Disziplinen als Gemeinschaftsleistung in der Gruppe von den Jugendlichen erreicht werden.

Neben einem klassischen Löschangriff müssen sich die Wettbewerbsteilnehmer den Disziplinen Schlauchstafette, 1500m-Staffellauf, Kugelstoßen und Fragenbeantwortung stellen. Wobei bei allen Teilbereichen gilt: Der Stärkere hilf dem Schwächeren.

Neben dem Ablauf der einzelnen Wettbewerbsteile erklärte Schäfer den Betreuern worauf sie in Ihrer Vorbereitungsarbeit achten müssen, damit die Gruppe die Leistungsspange besteht. Auch praktische Tipps hatte der Referent für Jugendbetreuer parat, welche auch ausgiebig mit den entsprechenden Gerätschaften ausprobiert wurden.

Am Ende des Seminars dankte die Kreisjugendleitung Schäfer für den kurzweiligen Einblick rund um das Thema Leistungsspange. Erklärtes Ziel ist es die Abnahme der Leistungsspange, mit dem nun vorhandenen Wissen, im Jahr 2017 im Landkreis durchzuführen.
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Kreisjugendwart Peter Finkbeiner (l.) und Referent Udo Schäfer (r.)